Unser alljährliches Schauturnen am ersten Adventwochenende stand heuer unter dem auf den ersten Blick nicht ganz so turnerisch anmutenden Motto „Fest der Vielfalt“.
Vielfalt kennt viele Facetten. Auf der einen Seite gibt es die offensichtlichen und alltäglichen Kriterien: Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Sprache, aber auch Kleidung, Milieu, sichtbare oder unsichtbare (Be-)Hinderung, Lebenserfahrungen, Umfeld und noch viele mehr stellen die Makrofaktoren dar. Da könnte man meinen, dass in einem Mikrokosmos eines Turnvereins viel Gemeinsames herrscht. Blickt man etwas genauer hin, so sticht einem auch innerhalb der Vereinsstruktur eine beachtliche Vielfalt ins Auge.
Vielfalt bedeutet auch Toleranz. Nicht alles, was andere tun, muss man auch selbst gut finden. Gegenseitiger Respekt gebietet es aber, das Gegenüber so zu akzeptieren, wie es ist. Nur aus einer Mischung verschiedenster Sichtweisen und Einstellungen kann Neues und damit Fortschritt auch innerhalb des Vereins entstehen.
So holten wir genau diese Vielfalt innerhalb des Vereins auch vor den Vorhang. Von den Kleinsten, die gerade ihre ersten Turnversuche auf teils noch wackeligen Beinen machen, über Kindergartenkinder und Schüler*innen verschiedenster Altersstufen, der Showgruppe akro(e)motion, die schon WM-Erfahrung mitbringen durfte, bis zu den „erfahrenen Hasen“ der Montags- und Donnerstagsgruppen präsentierte sich die gesamte Vielfalt des Vereins auf der Bühne.
Damit diese ganze Vielfalt mit hunderten Turnerinnen und Turnern Platz fand, gab es insgesamt drei Aufführungstermine mit jeweils voller Turnhalle – am Samstagnachmittag und Abend sowie Sonntagnachmittag. Am Sonntag besuchten uns als Überraschungsgäste auch eine Gruppe der Herbergsinger, die in unserer Heimatgemeinde von Haus zu Haus ziehen und die Geschichte der Herbergsuche von Maria und Josef nachstellen – und damit versinnbildlichen, dass in dieser Geschichte von Toleranz nicht sehr viel zu spüren war.
Das Schauturnen ist auch ein guter Zeitpunkt, um danke zu sagen. Ein großer Applaus – mit Stampfen – gehört denen, die jede Woche auf dem Turnboden stehen, sowie den Personen hinter den Kulissen, die den Turnbetrieb ermöglichen. Dafür gab es ein kleines Dankeschön – und für die teilnehmenden Kinder einen Schokonikolaus, von dem nicht jeder bis nach Hause „überlebte“.
Wir wünschen euch eine schöne Adventzeit – und möglichst besinnliche Stunden mit Vielfalt, Respekt und Gemeinschaft.



















































































































































































































































































































































































